Euroraum: Inflation steigt im August auf 9,1 Prozent

Euroraum: Inflation steigt im August auf 9,1 Prozent

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Neuer Rekord festgestellt: Die Inflation im Euroraum hat die 9-Prozent-Marke erreicht. Diese beträgt im August 2022 ganze 9,1 Prozent. Zu der Teuerung tragen besonders die drastisch gestiegenen Energiepreise bei. Auch die Preise für Dienstleistungen, Lebensmittel und Industrieprodukte haben die Teuerung deutlich beschleunigt.


Die Inflation

Bei dem Begriff „Inflation“ handelt es sich grundsätzlich um eine Preissteigerung bzw. Teuerung. Es geht also um den stetigen Preisanstieg in der Volkswirtschaft. Der Wert Ihres Geldes nimmt ab, Sie können also mit Ihrem Geld weniger kaufen als früher.

Das Statistikamt Eurostat in Luxemburg hat letzte Woche die ersten Schätzungen für die Inflationsrate im Euroraum mitgeteilt: Diese liegen bei 9,1 Prozent. Seit der Einführung des Euros als Buchgeld im Jahr 1999 ist das die höchste Inflationsrate. Im Vormonat lag der Anstieg der Verbraucherpreise bei 8,9 Prozent.


Energie- und Lebensmittelpreise

Alles wird teurer! Besonders stark lässt sich die Teuerung bei Energiepreisen spüren. Laut Statistikamt Eurostat wird die Inflationsrate für die Energiepreise im August bei 38,3 Prozent liegen. Auch die Alkohol, Tabak und Lebensmittelpreise steigen um ganze 10,6 Prozent. Im Juli lag die Inflation für diese Produkte bereits bei 9,8 Prozent.

Von der Inflation sind außerdem auch die Industriegüter ohne Energie bei 5,0 Prozent. Im Juli lag diese Zahl bei 4,5 Prozent. Bei Dienstleistungen liegt der Preisanstieg bei 3,8 Prozent. Im Juli lag dieser bei 3,7 Prozent.


Inflation in Deutschland

Das Statistikamt Eurostat geht für Deutschland von einem Verbraucherpreisanstieg im August von 8,8 Prozent aus. Die ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden lagen bei 7,9 Prozent.

Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte eine „gesunde“ Inflationsrate bei 2,0 Prozent liegen. Nach längerem Abwarten wurde außerdem im Juli zum ersten Mal seit 11 Jahren der Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 0,5 Prozent angehoben. Zusätzlich wird im September der nächste Zinsschritt erwartet. Wie hoch dieser sein wird, ist bis jetzt unklar. Die nächste Ratssitzung soll am 8. September stattfinden.


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Geschrieben von

Diana ist im Marketing tätig. Das deutsche Recht kann für viele überwältigend werden. Aus diesem Grund versetzt sie sich gerne in die Lage der Betroffenen und versucht wichtige Themen einfach und verständlich zu erklären. Für Kollegen und Freunde ist sie immer da und unterstützt sie mit ihrem Wissen, wo sie nur kann.

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